Phake Intraokularlinse (ICL)

Was ist und kann die ICL?

Die ICL eignet sich besonders für Patienten zwischen 18 und 40 Jahren, die höhergradige Fehlsichtigkeiten aufweisen (hohe Kurzsichtigkeit, hohe Weitsichtigkeit oder starke Hornhautverkrümmung). Während bei der LASIK ein Teil der Hornhaut abgetragen wird und beim refraktiven Linsenaustausch (RLA) die natürliche Linse durch eine Kunstlinse ersetzt wird, wird bei der ICL die Struktur des Auges nicht verändert. Es wird lediglich ein hauchdünnes Implantat zwischen Regenbogenhaut und Augenlinse eingesetzt, welches den individuellen Sehfehler des Auges korrigiert und die Normalsichtigkeit des Auges wiederherstellt. ICL steht für implantierbare Collamer® Linse und wird auch als implantierbare Kontaktlinse bezeichnet. Die Hornhautkrümmung wird bei der ICL Implantation nicht verändert. Hierdurch ist die Abbildungsqualität der ICL deutlich besser als z. B. nach Lasereingriffen.

Sie wird basierend auf den Messdaten Ihres Auges individuell für Ihr Auge angefertigt und kann selbst die Kombination extremer Fehlsichtigkeiten korrigieren - unter Erhalt der Naheinstellungsreaktion der natürlichen Augenlinse (Akkommodation). Anders als herkömmliche Kontaktlinsen, die auf der Oberfläche des Auges (der Hornhaut) liegen, sitzt die ICL zwischen der Regenbogenhaut und der natürlichen Augenlinse. Die ICL ist eine refraktive Korrektur, die bis zum Einsetzten der Presbyopie (Altersweitsichtigkeit) ein natürliches Sehen ermöglicht ohne Fehlsichtigkeit. Bei Einsetzen der Presbyopie kann die ICL die Notwendigkeit einer Lesebrille nicht vermeiden, ggf. sollte dann der Ersatz der ICL durch einen refraktiven Linsenaustausch (RLA) mit Einsetzen einer multifokalen Kunstlinse erwogen werden.

Die ICL ist hauchdünn und weder spür- noch sichtbar. Das technologisch ausgereifte Material der ICL auf Collagen-Basis macht die ICL biokompatibel und damit höchst verträglich, denn sie wird vom Körper nicht als Fremdkörper wahrgenommen.

Visian ICL
Visian ICL

Die Vorteile

Ein großes Spektrum an Fehlsichtigkeiten ist korrigierbar, das weit über die Möglichkeiten der Korrektur durch eine LASIK hinausgeht:

  • Kurzsichtigkeit (Myopie) bis zu -20 Dioptrien
  • Weitsichtigkeit (Hyperopie) bis zu +10,0 Dioptrien
  • Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) bis zu +6,0 Dioptrien

Die sehr präzisen Ergebnisse mit einer refraktiven Genauigkeit von +/- 0,25 Dioptrien sorgen für eine ausgesprochen hohe Patientenzufriedenheit. Häufig ist das Sehvermögen schon kurz nach der Behandlung sehr gut.

  • Kurze Erholungsphase – schneller Heilungsprozess
  • Hervorragende Nachtsicht ohne Halos
  • Auch bei dünner Hornhaut bedenkenlos anwendbar – es wird kein gesundes Gewebe der Hornhaut abgetragen
  • Exzellente Langzeitergebnisse – kein Nachlassen der refraktiven Korrektur (Regression bei LASIK möglich)
  • Bei Bedarf reversibel
  • Von außen unsichtbar, für Sie nicht spürbar
  • UV-Blocker für Schutz vor UVA- und UVB-Strahlen inklusive
  • Keine Benetzungsstörung der Hornhaut infolge der ICL-Implantation
implantierbare Collamer® Linse

Ablauf der Implantation

Es handelt sich um einen minimal-invasiven Eingriff, der in der Regel weniger als 15 Minuten pro Auge dauert. Beide Augen werden in einem Abstand von ca. einer Woche behandelt. Auf Wunsch des Patienten sind auch beidseitige Implantationen in einer operativen Sitzung möglich. Der Eingriff wird in der Regel in Gelanästhesie durchgeführt und ist schmerzfrei. Auf Wunsch des Patienten kann auch eine Kurznarkose erfolgen.

Am äußeren/oberen Hornhautrand wird eine 2 mm lange Inzision durchgeführt, durch welche die ICL in gefaltetem Zustand injiziert wird. Nach Entfaltung der ICL im Auge wird die ICL mit einem feinen Instrument hinter die Regenbogenhaut und vor der natürlichen Augenlinse platziert. Der kleine Tunnelschnitt der Hornhaut verschließt sich von selbst. Eine Naht ist nicht nötig.

Nach dem Eingriff kann das Auge mit einem Verband versehen werden. Für etwa 3 Wochen muss eine Therapie mit einem antientzündlichen und antibakteriellen Kombinationsaugentropfen durchgeführt werden. In den allermeisten Fällen wird eine volle Sehleistung ohne Brille bereits am ersten Tag nach der OP erreicht. Im Verlaufe der nächsten Tage kann sich das Sehvermögen noch weiter verbessern.

Erfahren Sie mehr über die Verbesserung Ihres Sehvermögens und die Möglichkeit, auf Brille und Kontaktlinsen verzichten zu können, auf unserem Infoabend „LASIK und Linsen“, jeden 1. Mittwoch im Monat. Stellen Sie gerne Ihre persönlichen Fragen an einen Experten des Institutes für Augenheilkunde Halle!

Hier geht es zur kostenfreien Anmeldung oder rufen Sie unter folgender Telefonnummer an: +49 345 5216280.

Prof. Dr. Duncker ist ein ausgewiesener Experte für die Implantation von ICLs. Er hat weltweit die erste hyperop-torische ICL im Rahmen einer Live-Chirurgie-Veranstaltung in Halle implantiert. Prof. Dr. Duncker hat darüber hinaus über 1200 ICLs implantiert und ist als Mitglied der Kommission für Refraktive Chirurgie (KRC) Deutschlands für die Bewertung und Richtlinien für refraktive Operationen mitverantwortlich.